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Alpencross MTB (Ortlerumrundung)

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Gast

Sektion Hesselberg

Ortsgruppe Burgoberbach

Alpencross – Ortlerumrundung 07.08.-13.08.2015

Am 07. August brachen wir , Siggi, Jürgen, Stefan und ich, gegen 4:00 zu unserer Ortlerumrundung auf. Nach einer problemlosen Anfahrt ging es ca. 11:00 Uhr in Prad mit dem Bike los.
Zuerst auf dem Radweg bis Naturns (36km), dann eine nicht endend wollende Auffahrt (1450 hm , 15 km) zur Naturnser Alm (1912m) Nach einer Stärkung gab es noch eine kleine Abfahrt bis zur Übernachtung im Gasthof Jocher (1800m) . Bilanz 57 km und 1630 hm.

Nach einem sehr kräftigen nächtlichen Gewitter standen am 2. Tag 43 km und 1800 hm auf dem Programm. Auf einem Panoramatrail (leider war die Sicht etwas eingeschränkt) hoch über dem Ultental mit vielen anspruchsvollen Singletrails bergab erreichten wir das Ultental bei St. Wallburga.
Nach dem Mittagessen folgte dann die Auffahrt zum Rabbi-Joch auf 2460m . Diese zum Schluß sehr steile Auffahrt (bis zu 23%) ging nahtlos in eine Schiebepassage über, welche erst kurz vor dem Joch endete. Unterbrochen wurde der Aufstieg von einem Gewitter, welches wir im Schutz einer Hütte abwarteten. Unsere heutige Übernachtung, die Haselgruber Hütte (2425m) , erreichten wir gegen 17:30 Uhr.

Der dritte Tag begann mit einem gerissenen Schaltzug, welcher die Folge des gebrochenen Schaltauges vom Vortag, an meinem Rad, war. Nach der Reparatur ging es, innerhalb einer Stunde, einen sehr anspruchsvollen Singletrail (10 km) nach Rabbi hinunter.
Leider folgt jeder Abfahrt wieder eine Auffahrt. In diesem Fall 1370 hm auf 10 km. Die letzten 300 hm Höhenmeter davon, mussten wir die Räder dann meist tragen bis wir den Passo Cercen auf 2620 m erreichten. Eine super Aussicht war der Lohn der Mühen. Natürlich war auch die folgende Trailabfahrt (ca.1500 hm) bis nach Gogolo die Belohnung. Der oft lose Schotter im oberen Teil stellte uns des öfteren vor einige Probleme. Im unteren Teil verloren wir dann Jürgen aus den Augen, welcher statt eines Trails den Schotterweg nahm. Nachdem wir ihn dann in Gogolo wieder gefunden hatten, standen noch einmal 200 hm bergauf auf dem Programm. Getrieben von dem aufkommenden Regen erreichten wir nach 37 km und 1700 hm, gegen 16:00Uhr unser Hotel in Peio Fonti (1370m).

Der vierte Tag hatte es dann in sich. 2460 hm auf 42 km waren zu meistern.
Das erstes Ziel, der Lago di Pian Palü auf 1800 m, war schnell erreicht. Nach einer kurzen Uferfahrt mussten wir die Räder ca. 500hm bergauf Schieben und Tragen bevor die letzten 200hm wieder einigermßen fahrbar waren. 11:45 erreichen wir die Montozzo Scharte (2613 m)Hier sind die Spuren des Alpenkrieges in Form von Schützengräben noch deutlich erkennbar. Nach einer Brotzeitpause geht es auf die 12 km lange Schotterabfahrt nach Pezzo (1580 m) .
Noch mal eine kurze Pause, Siggi und Jürgen denken mal kurz an ein Taxi, und es geht auf Asphalt unsre 2 Steigung heute hoch zum Gavia Pass (2618 m). Es ist viel Verkehr auf dem schmalen Asphaltsträßchen, wir treffen Bekannte Radfahrer vom ersten Tag, und erreichen 16:30 den Pass. Nun geht es nur noch 100 hm hinab zum Rifugio Berni unsrem heutigen Ziel.

Fünfter Tag und schon wieder eine Königsetappe. Unser Zwischenziel, der Passo Zebru auf 3005 m war der höchste Punkt unserer Ortlerumrundung. Wir starteten mit einem 8 km langen, teilweise sehr schwierigem Singletrail mit vielen Gegenanstiegen. Nach 2h erreichten wir wir den Weg, welcher uns zur Mittagpause im Albergo dei Forni führen sollte. Jürgen entschied sich, nach erreichen des Weges, den heutigen Tag etwas geruhsamer ausklingen zu lassen und begab sich auf direktem Weg zu unserem Hotel in Bormio.
Wir , die anderen 4, machten uns auf den Weg zum Passo Zebru. Ab dem Rifugio Pizzini stand dann wieder einmal Schieben/Tragen unterbrochen durch Fahren auf dem Programm. 14:45 erreichten wir den Pass und hatten eine traumhafte Rundumsicht über das Ortlermassiv.
Was dann folgte war eine der wahre Abfahrtsorgie. Am Anfang sehr steil und mit einer kleinen seilversicherten Passage (tragen) folgten teilweise sehr flowige Trails und Schotterwege. Auf der Hälfte der Abfahrt genehmigten wir uns an einer kleinen Hütte eine Erholungspause, bevor wir - nach insgesamt 42 km und 1700 hm bergauf - gegen 18:00 Uhr unser Hotel (1200 m) erreichten. Eine Etappe mit max. 2km Asphalt → ein Traum. In einer netten Pizzeria in Bormio ließen wir diesen Tag ausklingen.

Der 6. Tag war schon wieder anspruchsvoller. 38 km und 2350 hm waren zu bewältigen.
Den Anfang machte die Asphaltauffahrt zu den Fraele Seen (1950 m) . Nach endlosen Serpentinen – 17 Stück- war die Staumauer erreicht. Eine kleine Erholungsstrecke bis zur Mittagspause schloss sich dem an. Nun ging es wieder bergauf, allerdings nicht so steil wie befürchtet. Die Strecke über die Bocchetta di Pedenolo (2760 m) zur
Bocchetta Forcola (2760 m) ist bis auf wenige Stellen komplett fahrbar.
Traumhafte Ausblicke und das erste mal den Ortler zu sehen, sind verdienter Lohn des Aufstieges, bevor es auf einem sehr schönen SingleTrail zum Umbrail Pass hinab geht.
Und noch einmal ein Anstieg, diesmal auf Asphalt, bis wir das Stilfster Joch auf 2760 m erreichen.
Aber „Oh Gott“ die Dreisprachenspitzhütte (unsere Unterkunft) lag noch einmal knapp 100hm höher in exponierter Lage. Hier verbrachten wir ab 17:00 einen wunderschönen Abend mit Sonnenuntergang und Blick auf den Ortler.

Der letzte Tag beginnt schon 5:00 Uhr mit dem Beobachten des Sonnenaufganges. Ein einmaliges Schauspiel, welches wir nicht verpassen.
Wir starteten sehr früh um den Goldseetrail zu befahren. Dieser ist nur bis 9:00 Uhr für Mountainbiker geöffnet. Im oberen Teil ausgesetzt, im mittleren Teil extrem verblockt und unten mit vielen Wurzeln, erreichten wir 9:30 Uhr wohlbehalten die Furkelhütte.
Von hier ging es auf schönen Wald- und Wiesentrails hinunter nach Stilfts und dann auf Asphalt zum Auto in Prad. Die Bilanz des Tages 26 km und 240 hm bergauf, dafür aber 1950 hm bergab. Gegen 18:Uhr waren wir wieder in der Heimat.

Die Bilanz der Ortlerumrundung: 285 km , 11880 hm sowohl bergauf wie bergab.

Super Wetter, anstrengende Auffahrten und teils schwierige Abfahrten, viele sehr hohe Pässe und 4 sehr gut vorbereitete Mitfahrer, welche auch ihr technisches Können sehr gut einschätzen konnten, so das wir alle gesund und munter die Tour durchstanden. Vielen Dank dafür.

07.08.2015 04:00:00
13.08.2015 20:00:00

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